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Tee und Aroma:
Aroma und Lebensmittel
Unter Aroma versteht man gewöhnlich einen angenehmen Geruch bei Lebensmitteln und auch die Zubereitung oder Substanz, die diesen Geruch verursacht. Der Weihnachtsstollen unserer Großmutter hat so herrlich geduftet, war war denn bloß alles drin?! Unter der Aromatisierung der Lebensmittel verstehen wir einen Prozeß, der dem Endprodukt einen angenehmen Geruch gibt. Bereits vor vielen hundert Jahren wurde in China Tee mit Blüten aromatisiert. Heute wird die Aromatisierung nicht nur aufgrund von Erfahrungen durchgeführt, sondern sie steht auf wissenschaftlicher Basis. Aromastoffe sind leicht flüchtige Verbindungen. Wir können mehr als 4000 Aromastoffe unterscheiden und genau beschreiben.
Die Benutzung von Aromastoffen ist gesetzlich geregelt. Für die Teeverarbeitung sind folgende Begriffe von Bedeutung:
Natürliche Aromastoffe
Natürliche Aromastoffe sind Stoffe, die durch natürliche Verfahren (physikalisch, enzymatisch oder mikrobiologisch) aus anderen, dem menschlichen Verzehr dienenden Materialien gewonnen werden. Zur Gewinnung werden Verfahren wie z.B. Erwärmen, Auspressen, Zerkleinern, Mahlen, Mischen, Filtrieren, Destillieren und Vergären angewandt. Diese Stoffe finden bei der Teeverarbeitung häufig Anwendung.
Naturidentische Aromastoffe
Naturidentische Aromastoffe sind Stoffe, die durch chemische Synthese oder durch Isolierung mit chemischen Verfahren gewonnen werden. Sie müssen chemisch identisch mit einem Aromastoff (dem "Vorbild") sein, der in einem Ausgangsstoff tierischer oder pflanzlicher Herkunft natürlich vorkommt. Dem wissenschaftlichen Fortschritt ist es zu verdanken, daß wir die Struktur der natürlichen Aromastoffe erforschen können. So können wir dann diese Stoffe identisch nachbilden. Die so gewonnen Aromastoffe sind oft stabiler und reiner als die natürlichen Aromastoffe, und garantiert ohne Reststoffe. Die Produktion dieser Stoffe ist notwendig, weil die natürlichen Aromastoffe für den weltweiten Verbrauch nicht ausreichen würden. Wollte man z.B. Vanillearomen nur aus Vanille herstellen, würde die Weltproduktion an Vanilleschotten gerade den Bedarf von Deutschland decken. Oder man müßte die Anbauflächen so vergrößern, daß es umweltschädigend (Monokulturen, Erosion, etc.) wäre. Die Anwendung von naturidentischen Aromastoffen ist also nicht nur notwendig, sondern sie hebt auch die Produktqualität und behält dank der identischen chemischen Struktur die Naturnähe.
Künstliche Aromastoffe
Künstliche Aromastoffe sind für die Teearomatisierung nicht zugelassen
Konsum
Abschließend können wir uns die Frage stellen, ob wir Angst vo Aromastoffen haben müssen? Genauso wenig, wie z.B. vor Salz. Jährlich verzehren wir pro Kopf etwa 1000 kg Lebensmittel, davon nur 0,5 kg Aromastoffe (0,05 %) und von diesen 0,5 kg sind nur ca. 25 Gramm aus industriell gefertigten Aromen. Also freuen wir uns an der Vielfalt der wohlriechenden Lebens- und Genußmittel!
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